Grafik von Würfeln mit Social Media-Icons

Online-Prävention

Auf welche Strategien setzen Extremistinnen und Extremisten online? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es umgekehrt in der digitalen Welt? Mehr dazu erfahren Sie in unserem Themenschwerpunkt „Online-Prävention“.

Internetforen, soziale Netzwerke und Messenger-Dienste sind ein zentraler Verbreitungsweg nicht nur für Verschwörungsmythen und Fake News, sondern auch für extremistische Inhalte. Modern erzählte und geschnittene Bilder und Videos lassen oftmals keinen Bezug zur islamistischen Szene vermuten – vermitteln deren Botschaft aber unterschwellig und können ein Einstieg zu eindeutig extremistischen Inhalten sein. Islamistische Extremistinnen und Extremisten bedienen außerdem mit ihren Inhalten einige der Grundbedürfnisse junger Menschen, wie die Suche nach Gemeinschaft oder der eigenen Identität.

Auch digitale Präventionsarbeit muss daher auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen: Es gilt nicht nur Medienkompetenzen zu stärken, sondern auch ein generelles Bewusstsein für Demokratie zu fördern.

In unserem Dossier finden Sie mehr Informationen dazu, wie Radikalisierung online stattfindet, aber auch zu den Möglichkeiten und Funktionsweisen digitaler Prävention.

Radikalisierung im Netz Plattformen und Strategien des Islamismus

Extremistinnen und Extremisten knüpfen mit digitalen Inhalten an das Mediennutzungsverhalten und die Lebenswirklichkeit gerade junger Menschen an: Online-Radikalisierung ist daher oftmals Bestandteil von Radikalisierungsprozessen.

Digitale Präventionsarbeit Von Medienkompetenzförderung bis Online-Streetwork

Nicht nur islamistische Extremistinnen und Extremisten sind online unterwegs. Auch die Präventionsarbeit legt zunehmend einen Schwerpunkt auf den digitalen Raum bzw. findet sogar online statt. Präventionsarbeit setzt dabei auch online auf unterschiedlichen Ebenen an: von der Vermittlung von Medienkompetenz, über alternative Narrative bis zu Online-Beratungen.

Worüber sprechen wir?

Illustration eines Informationsschildes mit dem kleinen Buchstaben "i" vor blauem Hintergrund.

Bei der Verwendung des Begriffs „Salafismus“ beziehen wir uns auf diesen Seiten immer auf die gewaltbereite und verfassungsfeindliche Ausgestaltung des Salafismus.

Neben dem extremistischen Salafismus gibt es auch weitere Formen religiös begründeter extremistischer Ideologien, die sich auf den Islam berufen. Diese Ideologien, die ebenfalls auf die Errichtung eines islamischen Gottesstaates abzielen, fasst man oftmals unter dem Sammelbegriff "Islamismus".

Im digitalen Raum ist zum einen nicht immer sofort ersichtlich, welcher Strömung sich propagandistische Inhalte zuordnen lassen. Zum anderen spielen verfassungsfeindliche Strömungen des legalistischen Islamismus, wie z.B. die Hizb ut-Tahrir, eine wichtige Rolle im Netz. Im Folgenden greifen wir daher zumeist auf den breiteren „Islamismus“-Begriff zurück.

Wichtig: Viele der hier beschriebenen Strategien sind kein Alleinstellungsmerkmal islamistischer Extremistinnen und Extremisten. Die hier beschriebenen Strategien und Mechanismen der Online-Radikalisierung wie auch die Ansätze für Prävention lassen sich auch in ähnlicher oder sogar gleicher Weise auf andere Formen des Extremismus übertragen.